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Wie steigende Temperaturen und Hitzewellen die gewerbliche Kältetechnik auf die Probe stellen

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Claudio Davanzo

Marken- und Marketingmanager EMEA

Posted: August 20, 2026
Categories: Beratung
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Die Sommer in Europa werden immer heißer – und die Folgen für die gewerbliche Kühlung lassen sich kaum noch ignorieren.

Der Copernicus-Klimawandeldienst bestätigte, dass der Juni 2025 der wärmste jemals in Westeuropa gemessene Juni war – mit Temperaturen von 2,81 °C über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

In Portugal, Spanien und England wurden nationale Temperaturrekorde gebrochen, in Teilen Südeuropas wurden über 46 °C gemessen.

2026 hat sich das Muster weiter verschärft. Frankreich verzeichnete mit 44,3 °C in Pissos am 23. Juni den heißesten Tag seit 1947.

Spanien näherte sich der 45-°C-Marke, Portugal überschritt die 42 °C, während hitzebedingt überlastete Stromnetze in Turin (Italien) zu Stromausfällen führten. In Großbritannien überstiegen die Temperaturen erstmals überhaupt in den Monaten Mai, Juni und Juli jeweils die 35 °C – mit weitreichenden Kühlungsausfällen bei großen Einzelhändlern, geschlossenen Kühlregalen und aus dem Verkauf genommener Ware.

Für Betreiber im Einzelhandel und Convenience-Bereich ist die Konsequenz klar: Geräte, die für ein kühleres Klima ausgelegt wurden, arbeiten heute unter Bedingungen, für die sie nie konzipiert waren.

Die Kosten mangelnder Vorbereitung

Fällt die Kühlung während einer Hitzewelle aus, sind die Auswirkungen unmittelbar spürbar.

Gekühlte und tiefgekühlte Ware muss aus dem Verkauf genommen werden – und hochwertige Frischeprodukte wie Fleisch, Molkereiprodukte, Fertiggerichte und Sandwich-Sortimente gehören zu den am stärksten gefährdeten Warengruppen.

EU-weit verpflichtet die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene Lebensmittelunternehmen dazu, die Kühlkette in allen Phasen der Lagerung und des Vertriebs aufrechtzuerhalten.

Können sichere Temperaturen nicht gewährleistet werden, ist es am sichersten, die Ware vollständig aus dem Verkauf zu nehmen.

Die finanziellen Folgen gehen über die verdorbene Ware hinaus – ein Kühlungsausfall in der Hauptgeschäftszeit kostet Betreiber entgangenen Umsatz und Notfall-Einsatzgebühren und kann in manchen Fällen behördliche Maßnahmen nach sich ziehen.

Über die gesamte Lieferkette hinweg tragen Kühlkettenausfälle erheblich zur Lebensmittelverschwendung bei und verursachen Kosten, die sowohl finanzieller Natur sind als auch die Reputation betreffen.

Die Grocery Gazette bezeichnete Kühlungsausfälle als „nächsten klimabedingten Druckpunkt des Lebensmittelhandels“ – eine strukturelle Herausforderung für die Branche und kein Einzelfall.

Was Betreiber tun können

Die gute Nachricht: Ein Großteil dieses Risikos lässt sich durch Vorbereitung beherrschen. Hier einige Maßnahmen, die sich lohnen:

1) Warten, bevor es nötig wird

Die routinemäßige Wartung – Reinigung der Verflüssigerlamellen, Prüfung der Türdichtungen, Kontrolle des Kältemittelstands – sollte vor Beginn der warmen Monate abgeschlossen sein.

Geräte, die vorausschauend gewartet werden, schneiden besser ab als Geräte, die erst im Störungsfall gewartet werden.

2) Temperatur konsequent überwachen

Regelmäßige Kontrollen über den Tag hinweg – einschließlich der Rückkühlzeiten nach Türöffnungen und der Haltetemperaturen über Nacht – helfen Betreibern, Temperaturabweichungen zu erkennen, bevor sie zum Compliance-Problem werden.

Digitale Überwachung in Kombination mit manuellen Kontrollen bietet den stärksten Schutz.

3) Aufstellung und Luftzirkulation berücksichtigen

Geräte, die in direkter Sonneneinstrahlung, in der Nähe wärmeerzeugender Geräte oder in schlecht belüfteten Bereichen stehen, werden stärker beansprucht und fallen früher aus.

Ausreichender Abstand um die Verflüssigeröffnungen und saubere Umgebungsbereiche reduzieren die Belastung des Systems.

4) Klimaklasse prüfen

Gewerbliche Kühlgeräte sind für den Betrieb innerhalb eines bestimmten Umgebungstemperaturbereichs ausgelegt.

Wenn Ihr Geschäft oder Standort im Sommer regelmäßig hohe Umgebungstemperaturen erreicht, lohnt es sich zu prüfen, ob Ihre aktuellen Geräte für diese Bedingungen spezifiziert sind.

5) Für Spitzenauslastung planen

Überfüllte Kühlmöbel behindern die Luftzirkulation und verringern die Kühlleistung.

Ein vernünftiger Warenbestand – insbesondere während Hitzeperioden – schützt sowohl die Produktqualität als auch die Geräteleistung.

6) Energieeffizienz berücksichtigen

Steigen die Umgebungstemperaturen, werden Kühlsysteme stärker beansprucht – und der Energieverbrauch steigt mit. Über eine längere Wärmeperiode kann das die Betriebskosten spürbar erhöhen.

Der Energiekostenrechner von True hilft Betreibern abzuschätzen, welche Einsparungen sich über die Lebensdauer durch energieeffiziente Geräte im Vergleich zum aktuellen Bestand erzielen ließen.

Warum es auf die Geräte ankommt

Nicht jede gewerbliche Kühlung ist für dieselben Bedingungen gebaut.

Viele der während der jüngsten Hitzewellen gemeldeten Kühlungsausfälle traten auf, weil Standardgeräte außerhalb des Umgebungstemperaturbereichs betrieben wurden, für den sie ausgelegt sind.

Größere Supermarktketten setzen häufig auf zentrale Verbundkälteanlagen – bei denen ein einziges externes Verdichteraggregat ganze Reihen von Kühl- und Tiefkühlmöbeln versorgt.

Fällt dieses System während einer Hitzewelle aus, fallen alle angeschlossenen Geräte gleichzeitig aus. Steckerfertige Geräte hingegen arbeiten unabhängig voneinander – ein Ausfall bleibt also auf ein einzelnes Kühlmöbel beschränkt, statt einen ganzen Gang lahmzulegen.

Hinzu kommt der Altersfaktor: Kühlsysteme, die vor 15 oder 20 Jahren installiert wurden, sind für ein kühleres Klima ausgelegt – nicht für die anhaltend hohen Temperaturen, die heute in ganz Europa gemessen werden. Und die Kosten, sich weiterhin auf sie zu verlassen, steigen mit jeder Hitzewelle.

Klettern die Temperaturen im Geschäft über den Wert, für den ein System spezifiziert wurde, werden die Verdichter stärker beansprucht, die Rückkühlzeiten verlängern sich und das Ausfallrisiko steigt.

Für Betreiber im Einzelhandel und Convenience-Bereich muss Präsentationskühlung eine starke Produktsichtbarkeit mit konstanter Temperaturleistung verbinden – auch in Stoßzeiten, wenn die Türen häufig geöffnet werden und die Umgebungstemperaturen erhöht sind.

Die Glass Door Merchandiser (GDM)-Serie von True beispielsweise ist für den Einsatz in den anspruchsvollsten Umgebungen gebaut.

Der Grund: schnelle Abkühlzeiten, energieeffiziente LED-Beleuchtung und thermisch isolierendes Doppelglas mit niedriger Emissivität, das die Temperaturen im Kühlmöbel auch bei schwierigen äußeren Bedingungen stabil hält.

Die Serie setzt zudem auf das natürliche Kältemittel R290, das eine schnellere Temperaturerholung und weniger Ausfälle ermöglicht – Eigenschaften, die bei anhaltend hoher Umgebungswärme besonders wichtig werden.

Für Betreiber, die die Produktsichtbarkeit im Geschäft maximieren möchten, bietet die True Visual Merchandiser (TVM)-Serie eine wirkungsvolle Präsentation mit zuverlässig konstanten Temperaturen – die Produkte fallen auf und bleiben zugleich bei sicheren Lagertemperaturen.

Beide Serien (steckerfertige Kompaktgeräte) sind durch eine 7-Jahres-Garantie auf Teile und Arbeitsleistung in Kontinentaleuropa, Großbritannien und Irland abgesichert – ein langfristiges Zuverlässigkeitsversprechen, das dann am meisten zählt, wenn die Bedingungen am härtesten sind.

Ausblick

Alles deutet darauf hin, dass heißere Sommer in Europa zur Regel werden statt zur Ausnahme. Für Einzelhandelsbetreiber bedeutet das Herausforderung und Chance zugleich.

Die Investitionen für die Modernisierung veralteter Kühltechnik sind erheblich – doch die Kosten des Nichtstuns, in Form von verdorbener Ware, Umsatzeinbußen, Compliance-Risiken und Reputationsschäden, sind wohl noch höher.

Hinzu kommt eine Nachhaltigkeitsdimension: Geräte, die für Klimaresilienz gebaut sind, und Geräte, die für Energieeffizienz gebaut sind, sind zunehmend ein und dasselbe.

Trues Einsatz des natürlichen Kältemittels R290 – mit einem Treibhauspotenzial von nur 3, verglichen mit über 1.000 bei vielen älteren synthetischen Alternativen – verbindet eine geringere Umweltbelastung mit stärkerer Betriebsleistung.

In Kombination mit energieeffizienten Komponenten und Glas mit niedriger Emissivität ist es ein Ansatz, der die Klimaherausforderung von beiden Seiten angeht.

Für Betreiber im Einzelhandels- und Convenience-Sektor ist die Spezifikation der Kühltechnik heute eine strategische Entscheidung – nicht nur eine operative.

Geräte zu wählen, die auch unter anhaltendem Druck zuverlässig arbeiten – und sie zu warten, bevor dieser Druck entsteht –, ist der Weg, wie Betreiber Warenbestand, Margen und Reputation durch die kommenden Saisons schützen.

Erfahren Sie mehr über die Kühllösungen von True für den Einzelhandel.

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